Krems/Wachau – Am Ostersonntag, dem 5. April 2026, zeigte sich die Wachau von ihrer schönsten Seite: Strahlender Sonnenschein, sommerliche Temperaturen und die in voller Blüte stehenden Marillenbäume lockten zahlreiche Besucher in die Region und auf die Wanderwege rund um Rossatz und Dürnstein. Lorenz. Für viele wurde es ein perfekter Ausflugstag – für einen 42-jährigen Wanderer aus Wien nahm der Tag jedoch eine unerwartete Wendung.
Gemeinsam mit seiner Familie war er im Bereich des Klettergebietes „Little Yosemite“ unterwegs, als er am Wanderweg zu Sturz kam und sich dabei am rechten Knöchel verletzte. Schnell wurde klar, dass an ein Weitergehen nicht mehr zu denken war. Kurz vor 16:00 Uhr wurde daraufhin die Bergrettung Ortsstelle Wachau alarmiert. Acht Bergretter machten sich umgehend auf den Weg zur Unfallstelle, unterstützt von zwei Polizeibeamten. Vor Ort zeigte sich rasch, dass die Bergung einiges an Einsatz verlangte: Das Gelände ist in diesem Bereich steil, unwegsam und von Felsen durchzogen – eine Herausforderung für Mensch und Material.
Der Verletzte wurde behutsam in der Gebirgstrage gelagert und für den Abtransport vorbereitet. Um in dem schwierigen Gelände maximale Sicherheit zu gewährleisten, wurde die Trage zusätzlich mit Seilen gesichert. Schritt für Schritt arbeiteten sich die Einsatzkräfte talwärts vor, stets darauf bedacht, den Patienten möglichst schonend zu transportieren. Nach rund zwei Stunden konnte der Wanderer schließlich zur Bundesstraße gebracht und dort der weiteren Versorgung übergeben werden. Für die Einsatzkräfte endete der Einsatz gegen 18:00 Uhr.
Gerade an stark frequentierten Tagen wie diesem zeigt sich, wie schnell ein eigentlich unbeschwerter Ausflug in der Natur eine unerwartete Wendung nehmen kann. Die Bergrettung appelliert daher, auch bei scheinbar einfachen Wanderungen auf geeignetes Schuhwerk, Trittsicherheit und ausreichend Vorsicht zu achten.
