Alpin Notruf: 140
Einsatzreicher Jahreswechsel für die Bergrettung Wachau

Einsatzreicher Jahreswechsel für die Bergrettung Wachau

Rossatz/Seekopf – Die milden Temperaturen und das schöne Wetter rund um den Jahreswechsel bescherte der Bergrettung Wachau einen Altjahres- und einen Neujahreseinsatz jeweils im Bereich Seekopf.

Am 31. Dezember 2021 wurden die Einsatzkräfte am frühen Nachmittag zu einer gestürzten 58-Jährigen alarmiert, die zwischen Seekopf und Hirschwand zu Sturz kam. Dabei zog sie sich eine Knöchelfraktur am rechten Fuß zu. Der Bergrettungsarzt war zufällig privat in der Nähe des Unfallortes unterwegs und leistete erste Hilfe. Anschließend wurde die Verunfallte mittels Gebirgstrage über unwegsames Gelände zum Einsatzfahrzeug der Bergrettung transportiert und ins Kremser Spital gebracht.

Im neuen Jahr wurde die Mannschaft der Bergrettung Wachau am 2. Jänner 2022 zu Mittag zu einem neuerlichen Einsatz im Bereich Kienstockspitze/Seekopf alarmiert. Ein 40-Jähriger stürzte im felsdurchsetzten Gelände und zog sich Verletzungen am Kopf zu. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte wurde der Verletzte vom Bergrettungsarzt erstversorgt und anschließend vom Rettungshubschrauber C-15 mittels Taubergung geborgen und ins Krankenhaus transportiert.

Die Bergrettung Wachau wünscht allen Outdoorbegeisterten ein unfallfreies Jahr 2022!

Einsatz Seekopf 3 Einsatz Seekopf2 Einsatz Seekopf1

Spektakulärer Nachteinsatz – Wachauer Grat

Spektakulärer Nachteinsatz – Wachauer Grat

Dürnstein/Scheibenhof – Das spätherbstliche Wetter konnte am 13. November 2021 ein junges Pärchen aus dem Bezirk St. Pölten nicht von einer Klettertour auf der bekannten Mehrseillängen Route „Wachauer Grat“ abhalten. Dabei stürzte der 26-Jährige im Vorstieg in der 13. Seillänge aufgrund eines Steines, der sich gelöst hatte, in die Tiefe. Der Sturz konnte von der sichernden Partnerin aber gehalten werden, sodass ein weiterer Absturz und schwerere Verletzungen verhindert werden konnten. Der Kletterer zog sich nur Verletzungen am Knöchel zu, die ein Weiterkommen allerdings nicht mehr möglich machten. Die Bergrettung Wachau wurde um kurz nach 16 Uhr noch vor Einbruch der Dunkelheit alarmiert. Zwölf Retter machten sich wenig später von der Fesslhütte über die Kanzel auf den Weg zum Verunfallten. Durch den einfallenden Nebel und die Dunkelheit sowie das viele feuchte Laub wurde der Abstieg und die Suche bereits herausfordernd und eine Bergung mittels Hubschrauber unmöglich. Der Patient wurde erstversorgt und mittels Vakuummatratze und Gebirgstrage für den Abtransport vorbereitet. In der Zwischenzeit wurden drei Sicherungspunkte von den Bergrettern vorbereitet. Ein Abtransport war nur nach oben möglich, sodass mittels Mannschaftsflaschenzügen und Seilsicherung der Verletzte in der Gebirgstrage über 150 Höhenmeter äußerst unwegsames, steiles und vor allem rutschiges Gelände geborgen werden musste. Der weitere Abtransport erfolgte bei dichtestem Nebel und mittlerweile kalten Temperaturen im Bergrettungsbus. Der Verletzte konnte um circa 20 Uhr in Scheibenhof an das Rote Kreuz übergeben werden.

Fotos: © ÖBRD
Zwei parallele Einsätze an traumhaftem Herbsttag

Zwei parallele Einsätze an traumhaftem Herbsttag

Das wunderschöne herbstliche Wetter nutzten viele Outdoorbegeisterte für Wanderungen und Touren in der Wachau. Am frühen Nachmittag des 24. Oktober 2021 wurde die Bergrettung Wachau zu einer verunfallten Person in der Nähe der Hirschwand alarmiert. Kurz zuvor waren die Bergretter noch bei der feierlichen Eröffnung des neuen Seekopfturmes. Während die Mannschaft mit dem Einsatzfahrzeug am Weg zur Verletzten war, erhielt sie eine weitere Alarmierung zu einer Person in Spitz, die in unwegsamen Gelände weder vor noch zurück konnte. Die Gruppe wurde daraufhin in zwei Einsatzteams aufgeteilt, um bestmöglich Hilfe zu leisten. Die 47-Jährige verunfallte Bergsportlerin wurde von Bergrettern zu einem Plateau getragen und danach mittels Seilbergung vom Rettungshubschrauber weitertransportiert. Sie war beim Abstieg gestürzt und zog sich eine Knöchelverletzung zu. In Spitz konnte das zweite Team mit der unverletzten Wanderin mittels Seilsicherung durch sehr unwegsames Gelände etwa 100 Höhenmeter aufsteigen und danach über den Wanderweg wieder ins Tal absteigen.

Bergung Spitz

Einsatz Hirschwand

winterlicher Einsatz beim Seekopf

winterlicher Einsatz beim Seekopf

Am frühen Nachmittag des 9. Jänner 2021 kam es zum ersten Einsatz der Bergrettung Wachau im neuen Jahr. Viele Wanderer nutzten den Samstag für Wanderungen im teils winterlichen Donauraum. Dabei stürzte am verschneiten Wanderweg direkt beim neu erbauten Seekopfturm ein 23-Jähriger aus dem Bezirk St. Margarethen und verletzte sich am Knie sodass ein selbständiger Abstieg nicht mehr möglich war. Die alarmierte Feuerwehr und Bergrettung konnten über verschneite Forststraßen mittels Allradfahrzeugen und Schneeketten sehr nah an die Unfallstelle zufahren und den Verletzten erstversorgen. Mit vereinten Kräften konnte der Bergsportler mittels Vakuummatratze und Gebirgstrage zum Bergrettungsbus und anschließend mit diesem bis ins Tal transportiert werden.

150 Meter Absturz in der Wachau schwer verletzt überlebt

150 Meter Absturz in der Wachau schwer verletzt überlebt

Die Bergrettung Wachau wurde am 28. Oktober um 12:35 Uhr zu einem Einsatz in die herbstliche Wachau gerufen. Ein 72-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten-Land war als Mitglied einer sechsköpfigen Wandergruppe im Gemeindegebiet von Rossatz-Arnsdorf von der Ruine Aggstein kommend in Richtung St. Johann im Mauerthale unterwegs. Beim Abstieg von der Tischwand dürfte der Wanderer ausgerutscht und etwa 150 Meter über eine steile felsdurchsetzte Rinne abgestürzt sein. Seine Begleiter und Einsatzkräfte der Bergrettung Wachau leisteten Erste-Hilfe. Der Schwerverletzte wurde gemeinsam mit dem Team des Notarzthubschraubers C15 über sehr unwegsames Gelände zu einer Lichtung getragen. Anschließend konnte der Verunfallte mittels Taubergung geborgen und ins Universitätsklinikum St. Pölten geflogen werden. Die Bergretter stiegen mit Teilen der Wandergruppe ins Tal ab.

Taubergung Tischwand herbstlicher Einsatz

Einsatz im Waldviertel – Burg Hartenstein

Einsatz im Waldviertel – Burg Hartenstein

Das Einsatzgebiet der Bergrettung Wachau umfasst neben der Wachau auch große Teile des Waldviertels. Am 13. September wurden die Kameraden der Bergrettung um kurz nach zehn Uhr zu einem Einsatz im Bereich Burg Hartenstein/Zwickl im Waldviertel alarmiert. Im Einsatzgebiet eingetroffen wurden die Bergretter bereits von einem Wanderer eingewiesen und zur Unfallstelle am Vettersteig geführt. Dort stürzte ein 70-jähriger Mann aus dem Bezirk Tulln beim Abstieg und verletzte sich am Knie, sodass ein eigenständiger Abstieg nicht mehr möglich war. Der Verletzte wurde vom Bergrettungsarzt erstversorgt und mittels Gebirgstrage und notwendiger Seilsicherung über den Steig und weiteres sehr unwegsames Gelände geborgen und anschließend dem Roten Kreuz in Hartenstein übergeben.