Alpin Notruf: 140
winterlicher Einsatz beim Seekopf

winterlicher Einsatz beim Seekopf

Am frühen Nachmittag des 9. Jänner 2021 kam es zum ersten Einsatz der Bergrettung Wachau im neuen Jahr. Viele Wanderer nutzten den Samstag für Wanderungen im teils winterlichen Donauraum. Dabei stürzte am verschneiten Wanderweg direkt beim neu erbauten Seekopfturm ein 23-Jähriger aus dem Bezirk St. Margarethen und verletzte sich am Knie sodass ein selbständiger Abstieg nicht mehr möglich war. Die alarmierte Feuerwehr und Bergrettung konnten über verschneite Forststraßen mittels Allradfahrzeugen und Schneeketten sehr nah an die Unfallstelle zufahren und den Verletzten erstversorgen. Mit vereinten Kräften konnte der Bergsportler mittels Vakuummatratze und Gebirgstrage zum Bergrettungsbus und anschließend mit diesem bis ins Tal transportiert werden.

150 Meter Absturz in der Wachau schwer verletzt überlebt

150 Meter Absturz in der Wachau schwer verletzt überlebt

Die Bergrettung Wachau wurde am 28. Oktober um 12:35 Uhr zu einem Einsatz in die herbstliche Wachau gerufen. Ein 72-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten-Land war als Mitglied einer sechsköpfigen Wandergruppe im Gemeindegebiet von Rossatz-Arnsdorf von der Ruine Aggstein kommend in Richtung St. Johann im Mauerthale unterwegs. Beim Abstieg von der Tischwand dürfte der Wanderer ausgerutscht und etwa 150 Meter über eine steile felsdurchsetzte Rinne abgestürzt sein. Seine Begleiter und Einsatzkräfte der Bergrettung Wachau leisteten Erste-Hilfe. Der Schwerverletzte wurde gemeinsam mit dem Team des Notarzthubschraubers C15 über sehr unwegsames Gelände zu einer Lichtung getragen. Anschließend konnte der Verunfallte mittels Taubergung geborgen und ins Universitätsklinikum St. Pölten geflogen werden. Die Bergretter stiegen mit Teilen der Wandergruppe ins Tal ab.

Taubergung Tischwand herbstlicher Einsatz

Einsatz im Waldviertel – Burg Hartenstein

Einsatz im Waldviertel – Burg Hartenstein

Das Einsatzgebiet der Bergrettung Wachau umfasst neben der Wachau auch große Teile des Waldviertels. Am 13. September wurden die Kameraden der Bergrettung um kurz nach zehn Uhr zu einem Einsatz im Bereich Burg Hartenstein/Zwickl im Waldviertel alarmiert. Im Einsatzgebiet eingetroffen wurden die Bergretter bereits von einem Wanderer eingewiesen und zur Unfallstelle am Vettersteig geführt. Dort stürzte ein 70-jähriger Mann aus dem Bezirk Tulln beim Abstieg und verletzte sich am Knie, sodass ein eigenständiger Abstieg nicht mehr möglich war. Der Verletzte wurde vom Bergrettungsarzt erstversorgt und mittels Gebirgstrage und notwendiger Seilsicherung über den Steig und weiteres sehr unwegsames Gelände geborgen und anschließend dem Roten Kreuz in Hartenstein übergeben.

Verletztenbergung am Vogelbergsteig

Verletztenbergung am Vogelbergsteig

Am 2. August wurden die Bergretter um kurz nach 13:30 Uhr zu einer Verunfallten Person am Vogelbergsteig gerufen. Die 55-Jährige Outdoorbegeisterte war beim Abstieg von der Fesslhütte über den Vogelbergsteig im oberen Bereich gestürzt und zog sich dabei eine Knöchelverletzung zu.

Mittels Gebirgstrage und Vakuummatratze konnten elf Bergretter die Verunfallte zum Einsatzfahrzeug transportieren und anschließend in Scheibenhof dem Roten Kreuz übergeben. Damit endete für Bergrettung Wachau ein ereignisreiches Wochenende nach dem Einsatz am Freitag, der traditionellen Sommerübung am Samstag und dem erneuten Einsatz am Sonntag.

Fotos: © ÖBRD
Hochsommerlicher Einsatz im Dürnsteiner Talgraben

Hochsommerlicher Einsatz im Dürnsteiner Talgraben

Am 31. Juli um kurz nach 15 Uhr wurde die Bergrettung Wachau zu einem Einsatz zwischen der Fesslhütte und Dürnstein gerufen. Eine 59-Jährige Wanderin stürzte beim Abstieg über den Dürnsteiner Talgraben unglücklich im steilen und rutschigen Gelände und zog sich eine Fraktur des rechten Knöchels zu.

Zehn Bergretter konnten die Verletzte erstversorgen und in der Vakuummatratze auf die Gebirgstrage umlagern. Der Transport ins Tal gestaltete sich durch die heißen Temperaturen, das sehr unwegsame Gelände und die teilweise erforderliche Seilsicherung schwierig. Die Verunfallte konnte um kurz vor 17 Uhr an das Rote Kreuz in Dürnstein übergeben werden und wurde danach ins Landesklinikum Krems gebracht.

Fotos: © ÖBRD

Einsatzreicher Start in die Sommersaison

Das schöne Wetter und die gelockerten COVID-19 Bestimmungen nutzen viele Sportbegeisterte, vor allem einheimische Wanderer und Kletterer auf diversen Routen in der Wachau. Binnen weniger Wochen konnten die ehrenamtlichen Mitglieder der Bergrettung Wachau bei vier fordernden Einsätzen Bergsportbegeisterten aus ihrer misslichen Lage helfen.

Einsatz KienstockspitzeAnfang Mai stürzte eine Wanderin bei der Kienstockspitze über 15 Meter durch felsdurchsetztes Gelände und musste mit schweren Verletzungen von den Bergrettern erstversorgt werden. Mithilfe der Vakuummatratze und der Gebirgstrage wurde sie dann zu einem geeigneten Übergabeplatz für die Taubergung mit dem Rettungshubschrauber C 15 transportiert.

 

EEinsatz Michaelerbergin paar Tage später stürzte ein Wanderer am Michaelaberg und zog sich ein stark blutende Kopfwunde zu. Bis zum Abtransport mit dem Rettungshubschrauber C 2 musste der Mann mittels Gebirgstrage über steiles Gelände von Bergrettern abgeseilt und mit dem geländegängigen Bergrettungsfahrzeug bis zum Landeplatz gebracht werden.

 

 

Einsatz DürnsteinAnfang Juni stürzte eine Kletterin beim Zustieg zu einer Mehrseillängen-Klettertour in der Wachau 20 Meter durch eine steile und steinige Rinne ab und blieb verletzt an einem Baum hängen. Mitglieder der Bergrettung Wachau lokalisierten die Verletzte. Aufgrund des Geländes musste ein Retter abgeseilt werden und konnte die Erstversorgung vornehmen. Anschließend konnte der Rettungshubschrauber C 15 mittels variabler Taubergung die Verletzte aus der Wand fliegen. Aufgrund der unsicheren Angaben zum Standort der Verletzten war auch der Polizeihubschrauber für eine Suche aus der Luft am Einsatz beteiligt.

 

Eine gute Woche später wurde die Bergrettung Einsatz FahnenwandWachau in den Abendstunden zu einem Einsatz im Klettergebiet Fahnenwand gerufen. Dort stürzte ein Kletterer mehrere Meter ins Seil und zog sich beim Aufprall an der Felswand einen schweren Bruch am Unterschenkel zu. Ein Bergretter (Arzt) vor Ort übernahm die Erstversorgung und alarmierte seine Kameraden. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit konnten die Bergretter den Rettungshubschrauber C 15 bei einer Taubergung und damit einem raschen Abtransport des Verletzten unterstützen.

Die Bergrettung Wachau wünscht allen Outdoorbegeisterten eine sichere und unfallfreie Sommersaison 2020.