Am Dienstagabend (2. Juni 2026) wurde die Ruine Hinterhaus hoch über Spitz an der Donau zum Übungsareal für eine anspruchsvolle Bergeübung. Die Freiwillige Feuerwehr Spitz an der Donau und die Bergrettung Ortsstelle Wachau trainierten unter realitätsnahen Bedingungen die Rettung verletzter Personen aus schwierigem, exponiertem Gelände. Insgesamt nahmen 26 ehrenamtliche Einsatzkräfte teil – 10 von der Feuerwehr und 16 von der Bergrettung.
Die historische Anlage mit ihren steilen Hängen, engen Zugängen und schwer erreichbaren Bereichen bot ideale Voraussetzungen für die Übung. Bereits die Anfahrt erforderte eine sorgfältige Planung: Aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse wurden Kräfte und Material per Shuttle zwischen dem Feuerwehrhaus Spitz und dem Sammelplatz vor der Ruine transportiert.
Im Mittelpunkt standen zwei Szenarien:
- Rettung einer verletzten Person aus dem Turmbereich (Bergfried) der Ruine. Hier lag der Fokus auf einer patientenschonenden Bergung und der nahtlosen Zusammenarbeit beider Organisationen.
- Bergung einer verunfallten Person aus dem steilen Gelände unterhalb der donauseitigen Burgmauer. Nach dem Aufbau umfangreicher Seilsicherungen und Flaschenzugsysteme wurde die Person mittels Gebirgstrage aus dem schwer zugänglichen Bereich gerettet.
Zum Einsatz kamen moderne Seiltechniken, verschiedene Sicherungssysteme und Gebirgstragen. Die Übung diente nicht nur der Festigung technischer Verfahren, sondern insbesondere der Vertiefung der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit: Kommunikation, Abstimmung und einheitliche Einsatzabläufe konnten praxisnah geübt und weiter verbessert werden.
Gerade in der Wachau, geprägt von steilen Weinterrassen, Wanderwegen, Felsformationen und historischen Bauwerken, sind gut ausgebildete Einsatzkräfte von besonderer Bedeutung. Die Übung zeigte eindrucksvoll die Professionalität und das Engagement der Ehrenamtlichen, die ihre Freizeit investieren, um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.
Ein herzliches Dankeschön für die hervorragende Zusammenarbeit geht an die Freiwillige Feuerwehr und an den Tourismusverein Spitz für die Unterstützung und die Möglichkeit, die Übung auf der Ruine Hinterhaus durchzuführen. Die Ruine, sonst Anziehungspunkt für Gäste und Einheimische mit ihrem Ausblick über das Donautal, stand an diesem Abend ganz im Zeichen der Sicherheit.
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Fotos © Tourismusverein Spitz – Ewald Johannes Stierschneider


